Preloader

Ob futuristisch oder im Retro-Look: Ab 2017 fahren wir E-Roller

Technologie
19.01.2017 - von Julia Brinker

Im Jahr 2015 waren es die E-Mountainbikes, 2016 die Lastenräder. Auf der Suche nach dem heißesten Kandidaten, der im Jahr 2017 mehr E-Mobility auf die Straßen bringen könnte, haben wir die Fahrzeugkategorie entdeckt, die besonders über herausragendes Design von sich reden macht- ob im Retro-Look der 50er oder besonders minimalistisch-futuristisch. Die Rede ist von den neuen Elektrorollern, die sich gerade nach und nach- unter anderem auch übers Sharing- ihren Weg durch den Großstadtverkehr bahnen.

 

Mit maximalem medialen Aufsehen hat Vespa letztes Jahr im November die Entwicklung eines ersten Rollers mit Elektromotor angekündigt. Nun sind die Italiener nicht die berühmtesten Umweltschützer, weshalb Ankündigung der Electric Vespa, die übrigens den Namen Elettrica tragen wird, sich schon fast liest wie eine Verteidigung. Da Piaggo nach wie vor auch die bekannten Modelle mit Verbrennungsmotor produzieren wird, bedarf es auf der italienischen Halbinsel offenbar guter Argumente. Das ist aber gar nicht schlimm, denn wenn am Ende ein gelungenes Produkt entsteht, darf der Weg dahin auch schonmal etwas holprig gewesen sein.

Piaggo macht es spannend

Leider hält man sich bei Piaggo, was technische Details über die Elettrica betrifft, noch sehr bedeckt und vertröstet die potentiellen Kunden mit dem Versprechen, dass an der elektrischen Vespa alles so sein wird wie immer (Design, Wendigkeit, Einfachheit der Benutzung)- Elektromotor sozusagen als umweltfreundliche und technologisch-spannende Ergänzung. Der Verkauf soll Mitte 2017 starten. Bis dahin kann man sich in Geduld- oder besser Vorfreude- üben.

Selbst Investor werden

Oder man investiert in ein ganz anderes Projekt: Das niederländische Start-up Bolt Mobility, das mit dem Ziel, Mobilität neu zu erfinden, an den Start gegangen ist, präsentiert in diesen Tagen einen Roller mit Elektroantrieb, der so eng mit dem Smartphone verknüpft sein wird, dass er dem sogar seinen Namen zu verdanken hat: Der Appscooter. 

Jeder Roller ist individuell

Anders als bei der Vespa Elettrica sind hier bereits ein paar der technischen Details bekannt. Das hat in diesem Fall aber nicht ausschließlich damit zu tun, den Kunden zum Kauf zu motivieren. Denn derzeit kann der Appscooter ausschließlich virtuell zusammen gebaut werden. Damit Bolt Mobility für sein Erstlingsprojekt in die Produktion gehen kann, braucht es noch ein paar Investoren, denen der Elektroroller mindestens 10.000 Euro wert ist. Bolt Mobility selbst spricht über den Roller, der noch gar nicht gebaut wird, immerhin schon vom Tesla auf zwei Rädern...

Nach einem ausgiebigen Besuch auf der Bolt-Website schätzen wir die Chancen des Start-ups aber nicht schlecht ein. Die Elektroroller bestechen nämlich nicht nur durch ihr Design. Das Spannendste ist, dass man sich nahezu alles selbst aussuchen kann: Aus den unterschiedlichsten Lackierungen und Extras kann kann man sich sein ganz persönliches und individuelles Modell zusammenstellen- von clean und modern bis opulent und retro.

Fantasievolle Extras

Preislich starten die Appscooter bei 2.999 Euro in der Grundausstattung. Das ist nichtmal teurer als ein gutes E-Bike! Nach unserem kleinen Experiment den Roller mit wirkliche jedem angebotenen Extra auszustatten, lag der Preis bei 8.724 Euro. Der hatte dann aber unter Anderem einen integrierten Kühlschrank für einen Kasten Bier, ein Fach, in dem eine Pizza warm gehalten werden kann, Sitz und Griffheizung und eine Selfie-Kamera.

3 x 5 x 6 Möglichkeiten

Abgesehen von den Extras, die vielleicht eher für einen Foodora-Lieferanten interessant sind, überzeugt Bolt aber auch mit einer Auswahl technischen Details, die keinen Wunsch mehr offen lassen. Man hat die Wahl zwischen drei verschiedenen Motortypen (2 kW, 4 kW und 7 kW), fünf verschiedenen Höchstgeschwindigkeiten (25, 45, 50, 70 und 95 km/h) und stolzen sechs Akkugrößen für unterschiedliche Reichweiten. Die starten mit einem Akkupaket für 70 km/h, das maximal Mögliche mit sechs Paketen sind 400 km/h Normreichweite- die hatte natürlich unsere Testauswahl. ;-)

Der Kumpan steht schon bereit

Wenn Sie sich nun fragen, ob es denn überhaupt schon einen Roller gibt, den man sich einfach aussuchen und sofort bestellen kann, können wir Sie beruhigen: Gibt es! Im Jahr 2010 haben die Brüder Patrick, Philipp und Daniel Tykesson aus Remagen das Unternehmen e-bility gegründet, mit dem die Elektroroller Kumpan entwickelt und seit 2012 über ein Netzwerk von 200 Servicepartnern und Händlern verkauft werden.

Der Kumpan orientiert sich optisch am Retro-Look der Vespa und kann genau wie der Appscooter (hoffentlich irgendwann mal) nach Belieben konfiguriert werden. Zwei Modelle des Elektrorollers gibt es bereits zur Auswahl: den 1953 in schlank und weiblich und den 1954 mit einem etwas sportlichen und angriffslustigeren Körper. Vom technischen her unterscheiden sich die beiden Modelle aber lediglich bei der Motorleistung im Boost-Modus: Da kommt der 1953 auf 2500 Watt und der 1954 auf 2800 Watt.

 Preislich liegen die Roller bei einem Einstiegspreis zwischen 3.849 Euro und 3.999 Euro Euro.

Lust auf eine Probefahrt? Dann geht es jetzt hier lang!

Sie waren eigentlich auf der Suche nach einem E-Bike? Hier warten mehr als 10.000 Modelle auf Sie

Zurück
Allgemein
  • Modelljahr
  • Preis UVP
  • Kategorie
  • Rahmen
  • Typ
  • Gewicht
Antrieb
  • Gewicht
  • Akku
  • Akku Position
  • Motor
  • Motor Modell
  • Schaltung
Ausstattung
  • Federung
  • Rekuperation
  • Anfahrhilfe
  • Bremsen
  • Gepäckträger

Sie sollten sich für unseren Newsletter anmelden!

Jede Woche ein Update! E-Bikes, Elektroautos, News

Greenfinder legt großen Wert auf Datenschutzbestimmungen. Wir werden Ihre E-Mail Adresse nicht weitergeben und senden keine Spam-Mails.