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BADEN VORN! Mannheim und Freiburg sind Pioniere für emissionsarme Mobilität

Technologie
30.08.2018 - von Markus Gelau

Kein Lärm zu hören und keine Abgase in der Luft, stattdessen kann man fröhliches Vogelgezwitscher vernehmen. Was für viele Stadtbewohner wie ein Märchen klingt, ist für die Bewohner von zwei ehemaligen Kasernenvierteln in Freiburg und Mannheim tatsächlich Realität.

Motorräder und Autos sind in den dicht bebauten Quartieren kaum unterwegs. Klingt vielleicht erst einmal banal, aber dahinter steckt ein innovatives Konzept: Hier wird mit Hilfe von Digitalisierung und Share Economy der Weg ins autofreie Leben geprobt. 

Die ehemaligen Kasernenviertel Vauban in Freiburg und Benjamin Franklin in Mannheim sind zu so genannten „Freiluft-Testlabors für neue Fortbewegungsformen“ geworden: inklusive ganz neuer Lebensqualität. Mit Elektrobussen, E-Autos, Fahrrädern und Straßenbahnen bewegen sich die neuen Mieter im Areal "Benjamin Franklin" fort. Am Rand der Viertel gibt es nur wenige Parkplätze für Besucher und Carsharing. Die Seitenstraßen: verkehrsberuhigt.

 

Wohnungseigentümer ohne Pkw müssen, anders als laut kommunaler Stellplatz-Satzung vorgesehen, keinen Parkplatz nachweisen. Aber 3.700 Euro an den Verein „Autofrei“ zahlen. Der sichert den Eigentümern im Gegenzug zu, Parkplätze auf seinem eigenen Grundstück zu bauen, falls sie doch wieder ein Auto brauchen. Ergebnis des Konzepts: Auf 1.000 Einwohner kommen im Vauban rund 190 Kraftfahrzeuge, sagt Hannes Linck vom Verein „Autofrei“. Der Bundesdurchschnitt liegt übrigens bei über 500 Autos pro 1.000 Einwohner, über Stadt und Land.

Wer im ruhigen Freiburger Stadtteil Vauban dennoch nicht ohne Auto leben möchte, kann einen Parkplatz in einer der beiden Quartiersgaragen kaufen. Dass das Parkhaus am Rand ist und der Weg zum Parkhaus länger ist als zur Straßenbahn-Haltestelle und zum eigenen Fahrrad, hat den Vorteil, dass die Nutzung des Autos deutlich reduziert wird.

Anstatt gewohnheitsmäßig ins Auto zu steigen, denken Pkw-Besitzer wohl eher darüber nach, ob das jeweilige Ziel nicht auch einfach mit dem Rad oder der Straßenbahn zu erreichen ist – vielleicht sogar kostengünstiger oder schneller. Derzeit sind die Plätze in den Quartiers-Parkhäusern des Vauban ausverkauft.

FRANKLIN mobil

Das FRANKLIN mobil ist ein weiteres zukunftsweisendes Konzept, mit der Gründung wird das erste ganzheitliche Mobilitätskonzept in Mannheim realisiert.

Unter dem Begriff „Blue Village FRANKLIN“ erarbeitet die MWSP (eine Tochtergesellschaft der Stadt Mannheim) gemeinsam mit der Stadtverwaltung ein Projekt, das dem neu entstehenden Stadtquartier in Bezug auf Energieversorgung und Mobilität einen beispielhaften nachhaltigen Charakter geben soll. Ziel ist es, im ganzen Stadtteil möglichst wenig Energie zu verbrauchen, möglichst viel erneuerbare Energie lokal zu erzeugen und möglichst wenige Emissionen zu verursachen.

Für 39 Euro im Monat bietet die "Franklin Flat" ein Paket abgasfreier Fortbewegung an, nutzbar über eine Smartphone-App. In der Pauschale inbegriffen sind unter anderem 16 Stunden monatliche E-Auto-Nutzung sowie zwölf Stunden E-Lastenrad im Jahr, demnächst auch ein autonom fahrendes Elektro-Shuttle im Viertel.

Autofrei – kein Verzicht, sondern ein Gewinn.

Wir werden das Thema interessiert weiterverfolgen und sind gespannt ob andere Städte sich ein Beispiel nehmen und den Schritt in die emissionsarme Mobilität wagen.

 

 

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