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E-Biker im Winterfell: Ab in die Kälte mit der richtigen Ausrüstung

Zubehör & Gadgets
21.11.2016 - von Julia Brinker
www.pd-f.de/vaude-com

​Wenn der Winter erst einmal mit aller Härte zuschlägt, ertönt für viele E-Biker ein innerer Gong, der sie daran erinnert, dass das Elektrofahrrad sein Dasein nun vorübergehend im Keller oder in der Garage fristen muss. Viele stehen morgens lieber etwas früher auf, um das Eis von der Scheibe zu kratzen und nehmen ebenso den erhöhten Kraftstoffverbrauch in Kauf. Alles nur, weil sie denken, ein E-Bike oder Pedelec sei nicht wintertauglich. Mit diesem Gerücht wollen wir jetzt aufräumen!

Darüber, wie Sie ihr E-Bike fit machen für Schnee und Eis fit machen, haben wir hier bereits berichtet. Nun geht es darum, wie Sie sich selbst winterfest machen.

Über den Kopf verliert der Mensch die meiste Wärme. Diese Theorie hält sich wacker, besonders bei Mützenherstellern, stimmt aber nicht. Zumindest nicht ganz. Über den Kopf verliert man genauso viel Wärme, wie über andere Körperteile. Zahlen, mit denen bisweilen jongliert wird, es seihen bis zu 90%, stimmen schon aufgrund der verhältnismäßig kleinen Fläche des Schädels nicht. Allerdings ist unser Gefühl ein anderes! Und das ist auch nicht irrelevant. Denn schließlich soll man sich beim E-Biken auch im Winter wohlfühlen.

Mütze, Schal und Handschuhe

Damit trotzdem niemand zwischen Helm, auf den man gerade bei Glättegefahr natürlich keinesfalls verzichten sollte, gibt es z.B. von Vaude spezielle Fahrradmützen. Sie sind so dünn, dass sie unter einen Fahrradhelm passen, oft innen sogar noch gefüttert und sind vor allem atmungsaktiv.

Bei den Handschuhen ist es besonders wichtig, dass sie nicht so steif und zu dick sind. Das würde die Bewegungsfreiheit der Finger zu stark einschränken, was beim Schalten und Bremsen sehr hinderlich sein kann. Die Traditionsmarke Roeckl, besonders bekannt für hochwertige Lederhandschuhe, produziert auch atmungsaktive und winddichte Handschuhe extra fürs Biken. Es gibt sie inzwischen sogar mit Touchfunktion, sodass die Handschuhe zum Bedienen des Displays am E-Bike nicht einmal ausgezogen werden müssen.

Was den Schal betrifft, ist hauptsächlich zu sagen, dass man von Wolle mit Polyesteranteil abstand nehmen sollte. Außerdem eignen sich so genannte Loopschals sehr gut, da sie nicht während der Fahrt aufgehen können oder sich lockern. Außerdem kann man sie bei besonderes bissigem Fahrtwind einmal schnell über Mund und Nase ziehen. Das macht schon viel aus!

Das Zwiebelprinzip

Für alle anderen Bekleidungsschichten gilt: Sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden, also mit mehreren Schichten übereinander, ist immer die beste Wahl. Die Frage, die jeder für sich beantworten muss, ist, zu welchen Materialien man greift.

Sehr empfehlenswert ist Unterwäsche aus Merinowolle. Sie speichert die Wärme und kühlt im Falle eines Temperaturabfalls oder durch starken (Fahrt-)Wind nicht so stark aus wie Synthetikfaser. Qualitativ sehr hochwertige Wäsche stellt zum Beispiel die Firma Icebreaker her. Der Vorteil an Kunstfaser ist wiederum, dass die schnell trocknet und den Schweiß gut absorbiert. Wer morgens mit dem E-Bike zur Arbeit fahren möchte, sollte auf jeden Fall auf Synthetikmaterialien zurückgreifen. Die können nämlich bis zum Abend trocknen und für den Rückweg wieder verwendet werden.

Eine gute Isolierung ist die halbe Miete

Die Schicht, die über der Funktionswäsche getragen wird, bringt die nötige Isolierung. Hier sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Jacke oder das Shirt innen angeraut sind. Das unterstützt die Wärmespeicherung. Beim Anprobieren sollte man zudem darauf achten, dass ausreichend Bewegungsfreiheit gegeben ist. Dies wird oft durch Materialkombinationen erreicht. Softshelljacken halten den Wind sehr gut ab, es gibt sie auch in sehr elastischen Ausführungen.

Über der Isolierschicht kann man im Fall von Niederschlag noch eine dünne, aber auf jeden Fall auch atmungsaktive Regenjacke oder ein Cape tragen.

Nicht zu vergessen ist zum Schluss noch das entsprechende Beinkleid. Auch hier empfiehlt sich Hosen mit Thermofunktion zu wählen. Atmungsaktivität ist an den Beinen nicht so wichtig, weil wir hier kaum schwitzen, gleichzeitig aber nicht so eine schützende Fettschicht haben, wie am Oberkörper- so ist es zumindest bei den meisten Menschen. ;-)

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