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Selbstfahrende Autos: Apple bereits gescheitert, Google bleibt dran

E-Auto
27.10.2016 - von Julia Brinker

​Apple ist eines der größten Unternehmen der Welt und momentan auch das wertvollste. Und Apple ist, auch wenn das hier irgendwie seltsam klingt, ein Elektronikhersteller. Seit Steve Jobs 1997 mit der Sanierung des Unternehemens begann, deren Erfolgsgeschichte einmalig und jedem bekannt ist, gab es nichts, was Apple nicht von der ersten Idee bis zum ersten verkauften Produkt umgesetzt hat.

Bis jetzt.

​Lange wurde gemunkelt über ein Apple-Auto, das den Namen iCar tragen könnte. Doch wie noch in diesem Monat immer weiter durchsickerte ist Apple an diesem Mammut-Projekt endgültig gescheitert.

Der Titan ist gefallen

Der Plan war allerdings auch kühn, denn es sollte kein "gewöhnliches" Elektroauto werden, wie sie Tesla baut. Nein, aus dem Stand sollte der iCar ein komplett fahrerloses Auto werden. Bestätigt wurden solche Pläne freilich nie, doch was es definitiv gab, war das "Projekt Titan" sowie zahlreiche Neueinstellungen aus der Automobilbranche. Damit wollte Apple den E-Automobilmarkt gleichermaßen revolutionieren, wie es damals mit dem iPhone gelang, den Markt für Mobiltelefone für immer und irreversibel zu verändern.

Nur noch Software?

Angeblich will man sich in Cupertino nun noch ausschließlich auf die Software für selbstfahrende Autos konzentrieren. Alles sehr spannend, vielleicht rollt Apple den Markt dieses Mal von einer ganz neuen Richtung auf, nämlich von hinten. Hätte auch schon wieder etwas Revoluzerhaftes.

Google Taxi

Gleichzeitig ist Google oder vielmehr die Tochterfirma Alphabet immer noch mit dem Google Driverless Car beschäftigt, das mit der Software "Google Chauffeur" ausgestattet werden soll. Hier gibt man sich allerdings noch relativ bescheiden, nach offiziellen Angaben des Unternehemens soll es sich beim fahrerlosen Auto eher um Service-Cars handeln, also zum Beispiel selbstfahrende Taxis und weniger um Privatautos.

Ein Deutscher erfindet das Google Auto

Mit-Erfinder ist übrigens ein Deutscher aus Solingen: Der Vize-Präsident von Google, Informatiker, Robotik-Spezialist Sebastian Thrun war bereits an der Entwicklung von Google Streetview beteiligt und kennt daher die Möglichkeiten, wie das Google-Auto getestet werden kann so gut wie kaum ein anderer. Er ist der festen Überzeugung, dass selbstfahrende Autos zuverlässiger sind als der Mensch. Und kostensparender. Dem Tagesspiegel gegenüber betonte er, dass das teuerste am Autofahren der Mensch selbst ist. Und dann verliere er auch noch das kostbarste, das er habe, nämlich seine Zeit.

Muss man beim Autofahren E-Mails schreiben?

Das ist natürlich ein sehr wirtschaftlich gedachter Ansatz- Thrun führt nämlich noch aus, wie praktisch es wäre, beim Autofahren sms oder e-mails beantworten zu können.Wir sagen: Manchmal ist es auch ganz schön und vor allem wichtig, seinen eigenen Gedanken ausgesetzt zu sein und einfachmal nichts nebenbei zu tun. Zum Beispiel beim Fahrradfahren auf einem E-Bike.

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