
Gazelle will das "E-Bike der Zukunft“ bauen. Dazu entfernt sich der niederländische Fahrradhersteller denkbar weit von dem, was Fahrradkenner- und Liebhaber von Gazelle kennen. Dass Gazelle auch Pedelecs baut ist zwar nicht neu, bislang blieb man sich dem markenprägenden Design eines typischen Hollandrads jedoch treu.
Auf holländisches Design verzichtet Gazelle beim neuen Concept-E-Bike jedoch ganz bewusst und hat für den Entwurf das italienische Designstudio Giugiaro beauftragt.
Anfang des 19. Jahrhunderts konnten sich die technikbegeisterten Futuristen in Italien bereits für die Schönheit der Geschwindigkeit begeistern - was dies im Jahre 2016 mal bedeutet, ahnten sie damals sicher nicht. Und sicher am allerwenigsten, dass sogar der niederländische König damit etwas zu tun haben könnte. Der durfte die italienische Gazelle nämlich auch schon Probe fahren.
Das neue No1, wie es bisweilen auch genannt wird, wird aber nicht nur äußerlich, sondern auch in technischer Hinsicht punkten. Die zwei Geschwindigkeitsstufen 25 km/h und 45 km/h für die S-Pedelec-Ausführug gehören inzwischen zum Standard und bedürfen keiner längeren Ausschweifungen. Zumal es viel interessantere Details gibt, die wirklich Aufsehen erregen werden, wenn aus der Studie einmal Realität wird.
Das erste Highlight ist sicher die neue Reichweite. 200 km sollen mit einer Akkuladung möglich sein und das mit einer Lebensdauer von bis zu 1000 Ladezyklen. Versteckt ist dieser Power-Akku mit 621 Watt, der innerhalb von drei Stunden aufgeladen ist, im Gehäuse, das trotz sehr viel Material immer noch sportlich und agil wirkt. Zu verdanken ist das der puristischen Farbgebung und der klaren Linienführung. Linienführung kann in diesem Falle wörtlich genommen werden, da Unterrohr und Gabel in einem Stück farblich abgetrennt auf dem schwarzen Korpus aus Rädern und Gehäuse, wo sich die beamte Elektrik befindet, liegen. Damit wird eine Optik erzeugt, die vom Design von Motorrädern abgeschaut sind.
Die Steuerung dieses Pedelecs ist genauso modern und zukunftsweisend, wie das Bike selbst. COBI steht für Connect Bike ist ein Frankfurter Start-up, das eine App entwickelt hat, die das Smartphone zum Bordcomputer werden lässt. Inzwischen ist auch durchgesickert, dass auch die Beleuchtung von COBI in das Pedelec integriert ist. Die AmbiSense Light Technology liefert dem Frontlicht drei unterschiedliche Lichtintensitäten, Sensoren erkennen starkes Bremsen und aktivieren so automatisch Bremslichter wie beim Auto. Für das Gazelle in der S-Pedelec-Version unverzichtbar. Last but not least hebt sich das Gazelle-Pedelec in puncto Licht von vielen E-Bikes durch ein Standlicht, das ist die Kotflügel eingelassen ist und unterstreicht das Motorradimage auch in diesem kleinen Detail.
Die automatische NuVinci-Nabe, die unsichtbar ins Vorderrad integriert ist, verleiht diesem einzigartigen E-Bike, das einer Gazelle wirklich alle Ehre macht, den letzten Schliff und verspricht mit der optimalen Übersetzung ein Gefühl von futuristischer Schönheit der Geschwindigkeit im Jahr 2016.
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