
Die Explosion eines E-Bike-Akkus in einem Fachgeschäft für Elektrofahrräder löst einen schweren Brand in einem Parkhaus in Hannover aus. Erste Schätzungen gehen von einem Sachschaden in Höhe von einer halben Million Euro aus. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
Die Polizei Hannover teilte mit, dass am gestrigen Dienstag in einem E-Bike Fachgeschäft im Erdgeschoss eines großen Parkhauses ein Feuer ausbrach. Mit über 30 Fahrzeugen und 70 Mann rückte die Feuerwehr Hannover an und rettete, was zu retten war. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, eine Person musste von einem völlig verrauchten Parkdeck gerettet werden. Der Laden brannte aus, nach einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Laut des Ladeninhabers gab es plötzlich einen lauten Knall, danach habe sich rasend schnell Feuer ausgebreitet. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf insgesamt 500.000 Euro.
Schon häufiger wurde über brennende E-Bike Akkus berichtet. Falsche Bedienung, Produktionsfehler oder Schäden am Akku sind häufig die Ursache dafür. Umso deutlicher wird, wie wichtig die richtige Wartung durch einen Fachmann und die geprüfte Qualität eines Akkus ist. Verglichen mit brennenden Autos, insbesondere den Fahrzeugen mit herkömmlichen Treibstoffen, ist die Zahl der E-Mobil Brände jedoch verschwindend gering. Elektrofahrzeuge sind nicht gefährlicher als herkömmlich angetriebene. Eine Garantie gibt es jedoch nie, denn ähnlich wie beim Auto kann es auch beim Zweirad zu solchen Unfällen kommen.
Lithium-Ionen-Akkus sollten nicht für einen längeren Zeitraum Hitze oder Kälte ausgesetzt werden. Wer Akkus zum Beispiel im Winter unbenutzt in der Garage aufbewahrt, riskiert eine Tiefenentladung. Wird der Akku danach zu schnell aufgeladen, kann er explodieren.
Auf keinen Fall darf Feuchtigkeit in den Akku gelangen, weil diese zu einem Kurzschluss führen kann. Wer sein Elektrofahrrad auf dem Gepäckträger des Autos transportiert, sollte vorher die Akkus entnehmen.
Man sollte nur die vorgesehenen und zugelassenen Ladegeräte verwenden, die der Hersteller für das jeweilige Akku-Modell empfiehlt. Dabei stets nach der Gebrauchsanweisung vorgehen. Mit Ladegeräten von Drittanbietern können Akkus überladen werden und erheblichen Schaden davon tragen.
Akkus am besten weit entfernt von brennbaren Gegenständen wie Bezinkanister, Textilien oder Holz aufladen. Idealerweise das Ladegerät auf festen, trockenen Boden stellen. Zur Sicherheit sollte sich ein Rauchmelder im Raum befinden, besser noch: ein Feuerlöscher.
Wenn sie einen Akku fallen lassen, kann er einen Schaden davon tragen, den sie nicht sehen. Auch hier kann es zu einem Kurzschluss und damit zum Brand führen.
Um Akkubrände unter Kontrolle zu bekommen, reicht ausreichend Wasser. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, der sollte sich einen speziellen Feuerlöscher zulegen. Die Firma Vulkan bietet das Löschmittel F-500 in Größen von 3 - 9 Litern an. Die Investition kann sich lohnen, ein Brand kommt in der Regel viel teurer.