
Kaum jemand fährt in Deutschland ein Elektroauto. So lautet die knapp zusammengefasste Realität. Aber an diesem (noch) dunklen Nachthimmel, leuchten immer wieder kleine Sterne auf, die Hoffnung auf eine zügigere Wende machen.
Seit dem 1.1.2017 ist eine Petition gestartet, die die Möglichkeit zur Einrichtung von Ladestationen in gemeinschaftlichen Tiefgaragen fordert. Der Text der Petition lautet:
"Der Deutsche Bundestag möge die von der Bundesregierung auf Beginn der nächsten Legislaturperiode verschobene Unterbreitung eines Vorschlags zur erleichterten Durchführung von baulichen Veränderungen zur Schaffung der Ladeinfrastruktur für Elektroautos unverzüglich angehen."
Das bisherige Problem: Das Wohnungseigentumsgesetz sieht einen einstimmigen Beschluss der Eigentümergemeinschaft vor, der in der Praxis fast nie erreichbar ist. Gerade in Großstädten leben die meisten Menschen nicht in ihrem Eigentum. Gleichzeitg sind aber genau sie die Hauptzielgruppe der Elektroautomobilindustrie. Deswegen macht auch die Begründung der Petition nochmal deutlich: Die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Elektromobiliät sind bezahlbare Autos, ausreichende Reichweite und das Vorhandensein der Infrastruktur.
Indem man Mietern eines Tiefgaragenparkplatztes mehr Möglichkeiten zur selbständigen Bebauung desselben gibt, kann dem Problem der Reichweite schon ein ganzes Stück zu Leibe gerückt werden. Denn nachvollziehbarerweise, so steht es auch in der Petition, sind Menschen erst dann bereit, sich ein Elektroauto zu kaufen, wenn es zuhause und über Nacht geladen werden kann. Dann kann nämlich der Zweck, sich ein Elektroauto zu kaufen, um damit täglich zur Arbeit zu fahren, am ehesten erfüllt werden.
Hier geht es zur Petition. Unterzeichnet werden kann noch bis zum 15.2.17 und es werden noch Stimmen benötigt!
Wer schon eine Lademöglichkeit hat, kann hier schon nach dem passenden E-Auto schauen