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Autosalon in Paris: Alle Augen sind auf "E" gerichtet

E-Auto
30.09.2016 - von Julia Brinker
Quelle: mondial-autombile

Was sich seit ein paar Jahren schon auf Fahrradmessen, zum Beispiel der Eurobike, abzeichnet, spielt sich auch gerade auf dem Autosalon in Paris ab: Wo Elektromotoren im Spiel sind, sind Interesse und Neugier am größten. Wer mit einem normalen Verbrennungsmotor noch Publikum anziehen will, muss sich wirklich etwas einfallen lassen.

 

Für viele Autobauer ist der Autosalon in Paris eine der wenigen Möglichkeiten beweisen zu können, das Elektro nicht zwangsläufig Tesla bedeuten muss. So haben fast alle großen und kleinen Automarken wirklich nur im übertragenen Sinne Gas gegeben und den Kampf gegen die Riesenkonkurrenz vom Silicon Valley todesmutig aufgenommen. Was ist dabei herausgekommen? Wir haben ein paar deutsche Marken unter die Lupe genommen.

Premiummarken kommen mit neuen Labels

Zu beobachten war ein Trend, dem besonders Prermiummarken wie Mercedes folgen: Elektroautos unter einem neuen Label zu vermarkten. Einer der ersten waren bereits vor ein paar Jahren die Bayerischen Motorenwerke, die dafür die Marke "i" geschaffen haben, aus der der überaus erfolgreiche i3 geboren wurde. Der wurde mit der neuen Reichweite im übrigen auch nochmal ganz offiziell vorgestellt. Hier hat Greenfinder bereits Juni darüber berichtet.

Mercedes schafft elektrische Intelligenz

Mercedes nennt das neue Label E.Q., was sozusagen für elektrische Intelligenz steht. Vorgestellt wurde unter diesem Namen allerdings bisher nur eine Studie, die schon einen Vorgeschmack auf das geben soll, was von Mercedes in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Und das ist eine Mischung aus Carbon, Stahl und Aluminium, hat zwei E-Motoren und bis zu 300 kW Akkuleistung. 

Mit Strom aus der Krise

VW, derzeit noch in der großen Vertrauenskrise Unternehmensgeschichte und merkbar krisengeschüttelt, stellt eine Studie eines reinen Elektroautos vor, das erstmals völlig selbstständig daher kommt und nicht nur die E-Version eines existierenden Modells, wie z.B. der e-Golf ist. I.D. heißt diese Studie und es bleibt abzuwarten, ob es Volkswagen wirklich gelingt, damit eine neue und hoffentlich erfolgereichere Identität zu schaffen.

Smart entäuscht

Eher enttäuschend ist das, was Smart den Besuchern in Paris anbietet. Wenig Reichweite (160 km), Akku mit 17,6 kW/h. Klingt irgendwie nach 2014... Über diese maue Leistung können leider auch die Modelle 2-Sitzer, 4-Sitzer und Cabrio im einigermaßen schicken Design nicht hinwegtäuschen. Zumal für die kleinste Ausführung immer noch 22.000 Euro fällig werden.

Was hat Opel vor?

Die positivste Überraschung brachte Opel mit. Bei der Betrachtung des Ampera-e hat man fast den Eindruck, dass Opel endlich die Chance sieht, mit dem Antrieb eines starken Elektromotors sein ewig festklebendes Biederimage abzustreifen. So überzeugt der das neue Elektroflaggschiff aus Rüsselsheim zuerst mit 500 km Normreichweite, in der Praxis sind immer noch 380 km zu erwarten. 150 kW und 150 km Höchstgeschwindigkeit lassen ihn zum optimalen Pendlerauto für Umweltbewusste und Technikbegeisterte heranwachsen. Durch den 60 kW/h-Akku, der im Unterboden verbaut ist, bleibt er ein echter 5-Sitzer, sodass er sich auch für Familien gut eignet. Nur der Preis ist leider nicht besonders familienfreundlich: 30.000 Euro soll er in der Standardausführung kosten.

Ob die Konkurrenz aus den USA oder auch China mit den Entwicklungen aus Deutschland wirklich abgehängt werden kann, bleibt sicher abzuwarten. 

Aktuelle E-Auto Marken und Modelle können Sie im großen Elektroauto-Vergleich unter die Lupe nehmen.

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