
Manchmal sind die einfachen Ideen die besten. Besonders, wenn sie so gut umgesetzt werden, wie eine neue App für E-Bike-Ladestationen, entwickelt von Fahrrad.de. Momentan sozusagen das Ei des Kolumbus der E-Bike-Szene. Der Onlineversand für Fahrräder und E-Bikes hat schon vor einiger Zeit die E-Bikerherzen höher schlagen lassen, als man dort damit angefangen hat, die E-Bike-Ladestationen aller Anbieter zusammengefasst aufzulisten. Mit der App ist diese Auflistung nun noch einen Schritt weiter entwickelt worden.
Wenn auf einer längeren Fahrradtour plötzlich der Akku schlapp macht, sie aber dank Tretunterstützung durchaus noch für ein paar Kilometer fit sind, ist das eine ziemlich ärgerliche Angelegenheit. Oft ist es schon eine Herausforderung, unterwegs eine Steckdose für den Smartphone-Akku zu finden. Mit ein bisschen Glück, findet sich aber meist doch in einer Gaststätte eine freundliche Bedienung, die Handy und Kabel irgendwo am Tresen für die Zeit des Aufenthalts anschließt.
MIt dem wesentlich größeren Akku des E-Bikes oder Pedelecs dürfte das allerdings schon ganz anders aussehen. Zumal eine haushaltsübliche Steckdosen den Reisenden für mehrere Stunden an den Ort der Aufladung fesseln würde.
Zum Glück gibt es inzwischen an immer mehr gut besuchten Orten in viel von E-Bikern befahrenen Gegegenden extra dafür eingerichtete Ladestationen, auch E-Tankstellen genannt. Auf den unterschiedlichsten Wegen ist dies bei den verschiedenen Anbietern möglich.
Diese sind laut den Angaben von Fahrrad.de:
Bis Fahrrad.de sich diesem Problem angenommen hat, war es jedoch nicht einfach, eine dieser verschiedenen Ladestationen überhaupt ausfindig zu machen. Eine mühevolle und aufwändige Suche auf den, wenn überhaupt vorhandenen, Informationsportalen der verschiedenen Stromanbieter, die die Ladestationen zu Verfügung stellen, verhagelt einem schnell den Spaß an längeren Touren mit dem E-Bike.
Mit der neuen App ist dieser nervige Aufwand jedoch Vergangenheit. Denn: alle Ladestationen sind an einem Ort gesammelt. Die App ist kostenlos und verfügbar für iOS und Android. Und sobald man sie heruntergeladen hat, kann es losgehen. Per GPS erkennt die App, wo man sich gerade befindet. Auf einer Karte erscheinen dann sofort die Punkte mit den jeweiligen Ladestationen und die Anzahl der sich in der näheren Umgebung befindlichen.
Möchte man von einem anderen Ort suchen als dem, an dem man sich gerade befindet, ist auch dies möglich. Die App kann in Deutschland, Österreich und der Schweiz genutzt werden. Klickt man links im Menu also beispielsweise auf Deutschland, öffnet sich eine nach Städten alphabetisch sortierte Liste, in der auch die Ort, an denen sich die Ladestationen befinden, angebeben ist. Kleiner Nachteil: Eine Umkreissuche nach einer speziellen Stadt funktioniert nicht. Außerdem sind noch längst nicht alle Ladestationen erfasst. Gibt man zum Beispiel Heidelberg ein, ergibt die Suche 0 Treffer, obwohl sich in einem realistischen Radius (je nachdem wie vorausschauend man fährt) durchaus Ladestationen befinden, die auch schon im System eingetragen sind.
Allerdings kann bei der Vervollständigung der Datenbank jeder behilflich sein. Findet man zum Beispiel eine Ladestation, von der man weiß, dass sie noch nicht in der App ist, kann man eine E-Mail mit den entsprechenden Daten an die Redaktion von Fahrrad.de schicken. Dort wird dann dafür gesorgt, dass die neue Ladestation möglichst schnell eingepflegt wird.
Daumen hoch für die Idee und die benutzerfreundliche Umsetzung! Wir sind gespannt, wie viele Ladestationen zum Beginn der Biker-Saison 2017 bereits verzeichnet sind. Für Deutschland liegt die Liste bereits bei 1304!
Hier geht es direkt zum Download der App für Android und iOS!