
Nachdem BMW während des VW-Abgasskandals in der komfortablen Situation war, das alles entspannt von außen betrachten zu dürfen, erwischt es den bayrischen Autokonzern und auch mit einer ungemütlichen Rückrufaktion des i3.
Schuld ist der Range-Extender, mit dem BMW seit dem dem letzten Facelift die Reichweite des BMW i3 von 300 auf 500 km angehoben hat. Ein durch Scheuern am Batteriekabel verursachtes Leck könnte zum Austreten von Benzin führen und einen Fahrzeugbrand verursachen. Aufgefallen war dies einem BMW-Händler aus den USA, der im November 2016 auf diese Scheuerstellen aufmerksam wurde. BMW ruft deshalb nun weltweit 39.000 Fahrzeuge zurück, knapp 4.000 davon in Deutschland.
Bei der für den Kunden selbstverständlich kostenlosen Reparatur wird die Tankentlüftungsleitung gegen eine robustere ausgetauscht. Wie hoch sich die Kosten für BMW darauf belaufen, ist nicht bekannt. Bisher ist auch kein Fahrzeugbrand bekannt, BMW handelt hier vorsorglich und auf Eigeninitiative. Es handelt sich dabei auch nicht um alle i3-Modelle, sondern nur die mit Range Extender, die zwischen September 2013 und Dezember 2016 ausgeliefert wurden.
Gleichzeitig warten die kleinen und wendigen Elektroautos auch mit guten Neuigkeiten auf: BMW hat für 2016 bereits das nächste Update des beliebten E-Autos angekündigt. Mit einer neuen Reichweite von 200 auf 300 km im Alltagsgebrauch will der Konzern die schlechter werdenden Verkaufszahlen wieder ankurbeln. Mit der bisherigen 95 Ah-Batterie waren nur 300 km NEFZ-Reichweite möglich. Um zwischen Opel, Renault und Nissan konkurrenzfähig zu bleiben, muss sich daran etwas ändern. Und auch Tesla greift mit dem Model 3 in absehbarer Zeit in der Klasse der Kleinelektrowagen an. Viel mehr als die verbessere Reichweite und ein etwas sportlicheres Äußeres ist über das nächste Facelift leider noch nicht bekannt.
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