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Elektroauto laden

Unterschiede, Technik, Ladezeit

Ein Elektroauto benötigt zur Fortbewegung Strom – und das nicht zu knapp. Auch wenn sich die Reichweite moderner Modelle stetig vergrößert, müssen Halter in regelmäßigen Abständen ihr Elektroauto laden. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es neben öffentlichen Ladestationen gibt, welche Ladezeit einkalkuliert werden muss und wie Sie die nächste E-Tankstelle finden. Zusätzlich wird erläutert, wie induktives Laden für Elektroautos funktioniert und wie Sie die Ladekosten für ein E-Auto berechnen können.


Anstatt eines Kaftstofftanks haben E-Autos einen Batterieblock, der bei aktuellen Modellen aus Lithium-Ionnen-Akkumulatoren besteht. Diese sind Verbrauchern vor allem von elektrischen Zahnbürsten und Akkuschraubern bekannt, mit dem Unterschied, dass im Elektroauto eine Vielzahl dieser Batteriezellen verbaut ist. Um die Batterie des Elektroautos zu laden, muss sie an den Stromkreislauf angeschlossen werden, wobei Gleichstrom benötigt wird. Da das deutsche Stromnetz allerdings nur Wechselstrom liefert, haben Hersteller einen Konverter (Gleichrichter) in den Fahrzeugen verbaut, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Für den Fahrzeughalter bleibt dieser Vorgang beim Aufladen unbemerkt.
Das Stromtanken selbst kann prinzipiell an jeder Haushaltssteckdose vorgenommen werden, doch raten Experten dazu, für Elektrofahrzeuge schnellere und sicherere Alternativen zu nutzen.

Um einen Plug-In-Hybrid oder ein reines Elektroauto laden zu können benötigt man neben einem Zugang zum Stromnetz nur noch einen Ladestecker, der üblicherweise vom Hersteller mitgeliefert wird. Allerdings raten Experten davon ab, die heimische Haushaltssteckdose zum Tanken zu nutzen, da diese für solche Belastungen nicht geeignet ist. Folgende Möglichkeiten gibt es zum Laden eines Elektroautos:

Zuhause laden: Die 230V Steckdose

Ein Stromer lässt sich in der Theorie einfach und praktisch an der Haushaltssteckdose laden. Dies hat jedoch mehr Nachteile als Vorteile und kann sich in der Praxis als gefährlich erweisen.

Vorteile:

Zugänglich & praktikabel

Jeder Haushalt verfügt über zahlreiche Schuko-Steckdosen (Schuko = Schutzkontakt), deren Strom problemlos zum Fahrzeug transportiert werden kann.

Nachteile:

Vollständige Ladung dauert lange

Bis zu 10 Stunden muss man einplanen, wenn man ein Elektroauto zuhause laden möchte. Zudem gibt es keine Schnellladefunktion, welche die Batterie in unter einer Stunde befüllt.

Nicht jede Steckdose ist für hohe Belastung geeignet

Wer in einem Haus mit veraltetem Stromnetz lebt, sollte davon absehen, dieses für das Laden des Elektroautos zu nutzen. Hintergrund sind die langen und hohen Belastungen, für die typische Haushaltssteckdosen nicht ausgelegt sind. Wer sein E-Auto dennnoch über die 230V-Steckdose laden möchte, sollte vorher einen Check durch einen Techniker durchführen lassen.

Hitzeentwicklung

Die angesprochene Belastung kann zu einer ungewollten Hitzeentwicklung führen. Der Energieversorger Eon demonstrierte in einem Test, inwiefern sich handelsübliche Steckdosen beim Laden eines Elektroautos erwärmen. Das Ergebnis: Nach 15 Minuten hatte die Schuko-Steckdose eine Temperatur von 81 Grad Celsius, was zu Schäden bis hin zum Garagenbrand führen kann.

Aufgrund dieser Nachteile ist klar, dass die Steckdose bestenfalls als Notlösung gesehen werden kann und man zum Aufladen der Batterie auf andere Lösungen setzen sollte. Eine weit verbreitete Alternative ist die Installation einer heimischen Ladestation.


Elektroauto zuhause laden

Eine Wallbox ist eine Ladestation für zuhause oder am Arbeitsplatz. Diese arbeitet mit 400 Volt und 16, beziehungsweise 32 Ampère und kann mit 11 kW, respektive 22 kW die maximale Ladeleistung erzielen. Dadurch wird einerseits die Ladezeit drastisch reduziert, andererseits die Sicherheit erhöht.
Leider muss eine solche Box extra gekauft und installiert werden, wofür rund 1.000 Euro fällig werden. Da die Vorrichtung am Heimnetz angeschlossen ist, werden Stromkosten wie üblich über den Stromanbieter abgerechnet. Je nach Tarif können hier unterschiedliche Ladekosten entstehen.

Bundesweit werden immer mehr öffentliche Ladestationen und E-Tankstellen in Betrieb genommen, an denen Halter von Elektroautos ihre Batterien mit frischer Energie aufladen können. Die öffentlichen Ladestationen sind im Gegensatz zur heimischen Steckdose auf eine besonders effektive Energieübertragung ausgerichtet und können E-Autos in unter einer Stunde volltanken. Analog zur Zapfsäule muss ein Fahrzeughalter nichts mitbringen: Ladekabel und -Stecker befinden sich an der Ladesäule.
Da es an den meisten Säulen der Stromtankstellen auch 2017 keinen Gratis-Strom gibt, fallen Ladekosten an. Diese können beim Großteil der in Deutschland aufgestellten Ladestationen mit einer Karte bezahlt und über eine monatliche Abrechnung dargestellt werden.

Bezüglich der verwendeten Technik kann man prinzipiell jedes Elektroauto an öffentlichen Ladesäulen laden. Dies ist insbesondere durch den Typ-2-Stecker möglich geworden, der von der EU-Kommission als Standard definiert wurde. Hat man den Ladestecker mit dem E-Auto gekuppelt, kann man während des Ladevorgangs getrost einkaufen oder essen gehen, da die Steckverbindung nicht nur wasserdicht sondern auch per Zentralverriegelung arretiert ist. Der Ladevorgang kann dadurch nicht von Fremden unterbrochen werden.
Aus Rücksicht auf andere Besitzer von Elektrofahrzeugen sollte man den Parkplatz an der Ladesäule jedoch nicht über Gebühr blockieren und rechtzeitig für andere freigeben. Zudem wird an manchen Ladestationen nach angeschlossener Zeit abgerechnet.

Es gibt mehrere Faktoren, die die Ladezeit bei einem E-Auto beeinflussen, wobei vorrangig auf die Leistung des Ladeanschlusses, die im Auto verwendete Ladetechnik und natürlich die Größe der Batterie geschaut werden muss. Aus diesem Grund sind pauschale Aussagen zur Ladezeit aller E-Auto Modelle kaum zu tätigen, doch kann man folgende grobe Richtung angeben:

Aktuelle Elektroautos von Tesla, BMW und Co. laden ihre Fahrzeugbatterie in maximal 10 Stunden vollständig auf. An Ladesäule und eigener Ladestation kann die Dauer auf rund 3 Stunden reduziert werden, wobei durch Verbesserungen der Ladetechnik und Einführung bundesweiter Schnellladesysteme das Volltanken in 30-45 Minuten möglich ist.
Die Ladezeit ist allerdings stark davon abhängig, wie voll oder leer der Akku ist. Am schnellsten laden Batterien im Bereich von 30 bis 80% und in kurzen und wenig intensiven Intervallen. Dieses sogenannte "Snack-Charging" ist für die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Batterien am besten und ist insbesondere beim induktiven Laden ein positiver Effekt.

Neben der Energieübertragung per Steckverbindung kann man, mittels zweier elektromagnetischer Spulen, ein E-Auto induktiv laden. Auch wenn diese Technologie in der Mobilitätsbranche bisher nur vereinzelt eingesetzt wird, gehört das induktive Laden heute schon zum täglichen Leben wie elektrische Zahnbürste oder Induktionsherd beweisen.

Für die Elektromobilität hat das kontaktlose Laden in zweierlei Hinsicht Vorteile:

Einerseits wird der Ladevorgang vereinfacht. Stecker und Kabel, die auf viele Interessenten abschreckend wirken, fallen weg. Andererseits ist das kurzzeitige Tanken in kleinen Schüben, das oben bereits thematisierte "Snack Charging", für die Lebensdauer der Akkus förderlich.
Hinsichtlich der Umsetzung von induktivem Laden von Elektrofahrzeugen gibt es heute schon Anwendungsbeispiele: So werden für den ÖPNV in Haltebuchten eingelassene Ladeplatten genutzt, um E-Busse während ihrer Stops mit neuer Energie zu versorgen. Diese Vorgehensweise könnte für private Elektroautos in vielen Bereichen des täglichen Verkehrs übernommen werden und den Alltag erleichtern.

Auch wenn sich die maximal mögliche Reichweite von Elektrofahrzeugen stetig vergrößert und ein engmaschiges Netz an E-Tankstellen ausgebaut wird, erfodern Fahrten über lange Strecken ein gewisses Maß an Planung. Gerade beim Thema Urlaub und Reisen mit E-Auto sollten Halter vor Fahrtantritt klären, an welchen Stationen die Batterie wieder aufgeladen werden muss.
Durch die flächendeckende Bereitstellung von Schnellladestationen (z.B. Tesla Supercharger) soll dieses Problem minimiert werden, da sich die Stand- und Ladezeiten drastisch reduzieren lassen. Seit 2016 wird an einer zukunftsträchtigen Ladeinfrastruktur gearbeitet.

Sie möchten wissen, welches Elektroauto die höchste Reichweite hat? Hierfür können Sie unseren E-Auto Vergleich nutzen und im Auswahlfeld "Reichweite" den Schieber betätigen. Der Rechner wird die Liste der zutreffenden E-Autos automatisch anpassen.

Um ein Elektrofahrzeug vollständig aufzuladen wird eine Menge Energie verbraucht, die üblicherweise aus dem hauseigenen Stromnetz kommt. Diese Zusatzkosten können allerdings deutlich reduziert werden! Für Halter eines Elektroautos kann es daher durchaus lohnenswert sein, sich nach einem Stromtarif umzusehen, der während der Nachtzeit günstigere Konditionen beinhaltet.
Wer seinen Stromer in festen Rhythmen fährt und es über die Abend- und Nachtstunden zuhause stehen hat, kann auf diese Weise die Ladekosten reduzieren.


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