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So bereitet Tesla die Produktion des Model 3 vor

E-Auto
10.02.2017 - von Julia Brinker

Tesla stoppt die Produktion. Eine Woche lang bewegt sich gar nichts in der Autofabrik in Fremont, Kalifornien. Der Grund: Den Stillstand nutzt Tesla für die nächste Stufe des Fortschritts. Während die Maschinen ruhen, bereitet der gefürchtete Elektroautogigant die Produktion des neuen Model 3 vor. Start ist der 20. Februar 2017.

Nach zwei wuchtigen High-End-Modellen, die auch preislich kaum ein Limit nach oben kannten, nimmt Tesla nun endlich das sehnsüchtig erwartete und so genannte „Einsteigermodell“ in Angriff und will mit dem Model 3 ein Elektroauto präsentieren, das in der niedrigsten Ausstattungsvariante unter 35.000 Euro bleiben soll. Nicht zuletzt die deutsche Wirtschaft und ihre Konsumenten dürfte das freuen, weil bei diesem Preis auf die Umweltprämie für Elektroautos in Anspruch genommen werden darf. Die ist nämlich bei 60.000 Euro abgeriegelt.

Bereits hunderttausende Vorbestellungen

Über die geplante Stückzahl hat Tesla bisher nichts verlauten lassen, wir wissen allerdings, dass bereits 400.000 Autos vorbestellt wurden. Unbesehen. Damit hat Tesla mit seinem Model 3 schon einen ersten Rekord gebrochen: Noch nie wurden von einem Auto so viele Exemplare vorbestellt, obwohl bisher nicht eines vom Band gerollt ist und noch nichtmal der Verkaufsstart bekannt ist. Nach den verspäteten Model X und Model S sieht es dieses Mal aber besser aus, die Massenproduktion ist für das zweite Quartal dieses Jahres angekündigt. Über die Situation im Cockpit macht Musk es allerdings bis zur letzten Sekunde spannend. Manch einer vermutet sogar, dass er selbst noch nicht weiß, wie es werden soll. Einen einzigen Hinweis hat er getwittert: Das vergleichsweise bescheiden ausgestattete Cockpit des Prototypen sei bereits überholt, man orientiere sich nun mehr am Innendesign eines Raumschiffs. Musk at his best.

Geringer Radstand verkürzt die Reichweite

Was hat Tesla über seinen neuen Günstig-Flitzer noch alles angekündigt?

Ebenfalls über Twitter ließ Musk bereits verlauten, dass das Model 3 die 100 kWh nicht wird knacken können, denn dafür sei bei diesem vergleichsweise kleinen Model der Radstand zu gering. Die entsprechenden Batteriepakete ließen sich da nicht mehr unterbringen. Für die niedrigste Ausstattungsvariante sind sogar weniger als 60 kWh Batteriekapazität vorgesehen. Das wirkt sich natürlich ohne Umwege auf die Reichweite aus: Tesla kündigt für diese Variante seines neuen Einsteigermodells 345 km an. Das ist bescheiden. Sollte sich daran so schnell nichts ändern, dürften viele diese Einsteigervariante direkt überspringen. Und ob der Tesla-Mythos, der sich ja eigentlich auch auf den hohen Reichweiten gründet, reicht, um diesen Kalifornier einem Franzosen oder gar Deutschen vorzuziehen, der schon jetzt 500 km Reichweite verspricht, bleibt abzuwarten.

Dieser Preis hat seinen Preis

Leider ist die Reichweite nicht das einzige Opfer zugunsten der Sparervariante: Wer ein Model 3 fährt, darf nicht mehr kostenlos die Tesla-Supercharger nutzen. Alles habe seinen Preis und der sei bei 35.000 USD nicht mehr abgedeckt. Musk deutete jedoch an, dass es ein nachbuchbares Paket geben soll, in dem das Schnellladen enthalten ist. Leider deutete er keinen Preis an. 

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