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Reichweite satt: Mit dem Ampera-e beweist Opel Ausdauer

E-Auto
30.11.2016 - von Julia Brinker
Bild: Opel

Manche reden darüber, manche machen einfach. Auf dem Pariser Autosalon kam dann Opel mit dem Ampera-e aus der Deckung, der so manchen in Staunen versetzt und der Star am Opel-Stand war.

Denn dem Rüsselsheimer Autobauer stellte eine umfangreiche Weiterentwicklung des Plug-in-Hybrids "Ampera" vor, das einen i3 oder e-Golf sehr blass aussehen lassen soll.

 

Schon auf den ersten Blick macht der Ampera-e einen äußerst schnittigen Eindruck. Opel ist eine pfiffige Kombination aus einem kompakten Stadtauto mit sportlichen Elementen eines Mini-SUV gelungen.

Opel ist ein Raumwunder gelungen

Mit 4,17 Meter Gesamtlänge liegt er zwischen dem BMW i3, der 3,99 Meter misst und dem 4,27 Meter langen VW Golf und auch innen bleibt er mit 650 mm Sitzhöhe dem SUV-Gefühl treu, das in den letzten Jahren immer mehr zum Standard herangereift ist. Übergroße Touchdisplays am Cockpit vermitteln einen Hauch von Tesla. Selbst die Mitfahrer auf der Rückbank müssen nicht unter dem großzügigen Platzangebot der Vordersitze leiden. Sowohl über dem Kopf als auch vor den Knien bleibt auch groß Gewachsenen ausreichend Platz, auch längere Strecken ohne Wadenkrampf auszuhalten. Für Gepäck stehen im Koffer nochmal 380 Liter Platz zur Verfügung.

Reichweite auf Tesla-Niveau

Möglich ist dieses geräumige Interieur dank Positionierung der 60 kWh-Batterie, die auf dem 2,6m Radstand zwischen den Achsen im Fahrzeugboden liegt. Mit dieser Batterie ist Opel dann auch das gelungen, was den Ampera-e im Vergleich zur Konkurrenz von BMW und VW wirklich interessant macht: Sie bietet eine Reichweite von gut 500 km NEFZ-Zyklus, was in der Praxis mehr als 380 km entsprechen soll. Zum Vergleich: Die Updates des i3 und e-Golf bauen nach wie vor nur 30 kWh-Batteriepakete in ihre Stromer, was für eine NEFZ-Reichweite von gerade einmal 300 km reicht.

Auch der Elektromotor muss sich beim Ampera nicht verstecken

Und wenn die Bundesregierung ihre Versprechen einlöst, kann der Ampera-e ab Ende 2017 an einer der 400 neuen Schnellladestationen in 30 min mit zusätzlichen 150 km betankt werden. Da die Höchstgeschwindigkeit auf 150 km/h beschränkt sein wird, wird man eher als Pendler in der Stadt Freude daran haben und weniger als Langstreckenfahrer. Dafür kann die Batterie dann aber auch mal gut eine Woche ohne Nachladen halten. Und wenn doch mal ein Stück Autobahn gefahren werden muss, macht der Ampera-e mit seinem Elektromotor, der 360 Nm und 204 PS liefert auch noch Spaß: In 3,2 Sekunden kommt er von 0 auf 50 km/h, von 80 auf 120 beschleunigt er in 4,5 Sekunden. Zum Vergleich: VW verspricht für seinen e-Golf eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 10,4 Sekunden, beim i3 sollen es immerhin nur 7,2 Sekunden sein. Opel schlägt sich also auch hier absolut wacker.

Nun hängt alles am Preis 

Nur ein letzter interessanter Aspekt ist noch nicht geklärt: Der Preis. Über den schweigt man sich in Rüsselsheim bisher auch konsequent aus. Es ist aber davon auszugehen, dass die 40.000er Marke nicht geknackt wird. Nach Abzug der Prämie sollte er nicht mehr als 35.000 Euro kosten, um nicht ausgerechnet in diesem Punkt seine Konkurrenzfähigkeit zu verlieren. Denn Opel-Chef Karl-Thomas Neumann strebt mit dem Ampera-e eigentlich die Demokratisierung des Elektroautos an: Kein Öko-Luxus, kein reiner Zweitwagen soll er sein. Stattdessen soll er dank innovativster Technologie Elektromobilität auch für ein viel breiteres Publikum erreichbar machen. Wir sind gespannt, ob es ab dem Frühjahr 2017, wenn der Ampera-e auf den Markt kommt, wirklich passieren wird. Die Chancen stehen aber nicht schlecht. 

Bild: Opel
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