
Sie fahren ein Elektroauto? Dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass Sie ein Mann sind und älter als 41 Jahre. Und wenn das nicht auf Sie zutrifft, sind Sie immerhin eine Seltenheit. Das ergab eine aktuelle Umfrage von NewMotion, Europas größtem Anbieter für intelligente Elektrolösungen.
Insgesamt 5.000 Menschen aus ganz Europa wurden befragt. 82% der befragten waren männlich und älter als 41 Jahre. Die meisten lebten in einer Partnerschaft oder hatten eine Familie. Insgesamt ergab die Studie, dass Menschen, die ein Elektroauto fahren, auch in anderen Lebensbereichen bewusster und nachhaltiger leben.
Das bestätigte den Eindruck, dass die Wahl für ein Elektroauto nicht nur aus dem Wunsch nach einem neuen Auto resultiert, sondern auch nach einer umweltfreundlicheren und moderneren Lebensweise. So trennen 59% der Elektroautofahrer ihren Hausmüll, 39% haben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihres Hauses, 23% kompostieren und 22% sammeln Regenwasser. Zu diesen Zahlen muss man wissen, dass nicht alle Befragten ein eigenes Haus haben und so gegebenenfalls gar nicht alle die Möglichkeit haben, Regenwasser zu sammeln oder eine eigene Solarstromanlage zu installieren.
Unter allen 5.000 Befragten ist die Mehrheit zufrieden mit der Entscheidung, sich ein Elektroauto gekauft zu haben. Positiv angemerkt wurden vor allem die günstigeren Betriebskosten. Zum Vergleich: Geht man von 14.713 Kilometern aus, die ein Deutscher durchschnittlich im Jahr mit seinem Auto fährt, spart im im VW e-Golf rund 400 Euro Ladekosten im Vergleich zum VW Golf 1.2 TSI. Gleichzeitig äußerten immer noch viele den Wunsch, das Auto innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises einfacher verleihen zu können. Die Idee dazu wäre eine Art Airbnb für Autos, als vereinfachte Form des Carsharings.
Zwar fahren mehr als 50% der Befragten mit dem Elektroauto zur Arbeit, für die die es nicht tun, wäre dieses Prinzip jedoch eine gute Möglichkeit, die Anschaffungskosten für das E-Auto auszugleichen. Diese positive Reaktion auf das Verleihen des eigenen Autos zeigt einmal mehr, wie sehr das Auto als Statussymbol ausgedient hat. Hätte man vor zwanzig oder dreißig Jahren diesen Vorschlag gemacht, hätten sich die meisten wohl kopfschüttelnd abgewandt.