
HAWK und BILBERRY: Was haben eigentlich Greifvögel und Heidelbeeren mit E-Bikes zu tun?
In der Tat handelt es sich dabei um zwei neue Modelle des Fahrradherstellers „Ampler“ aus Estland. Das junge Unternehmen will mit diesen zwei neuen Modellen den Markt umkrempeln und das Fahrvergnügen auf zwei Rädern revolutionieren.
Um das ganze umzusetzen und die finanziellen Mittel dafür zu generieren, haben sie sich etwas einfallen lassen: über die Crowdfunding Platform „Indiegogo“ sammeln sie seit April 2016 mit ihrer Kampagne Geld für die neusten Modelle. Je nach Höhe der Spende bieten sie dem Sponsor zum Beispiel die ersten E-Bikes zu vergünstigten Konditionen an.
Die E-Bikes von Ampler sind innovativ, smart und vom Preis her erschwinglich. Das günstigste Modell erhält man bei Indiegogo für ein Sponsoring von umgerechnet 1.490 Euro. Die E-Bikes werden in Estland von Hand hergestellt und kostenlos in fast alle europäischen Länder, sogar bis nach Kanada und die USA versendet.
Im Vergleich zu anderen E-Bikes sind die von Ampler nicht nur günstiger, sondern bieten auch deutlich mehr Ausstattungen und sind im Durchschnitt etwa 35% leichter. Das Gewicht variiert je nach Modell zwischen 14kg und 17kg.
Sowohl für Frauen als auch für Männer werden jeweils zwei Rahmengrößen angeboten. Ampler verspricht eine Reichweite von bis zu 70 km, die maximale Geschwindkeit ist bei 35 km/h erreicht. Hat man die wetter- und wasserfeste Batterie komplett leer gefahren, ist sie innerhalb von drei Stunden voll aufgeladen.
Dass es sich bei den HAWKS und BILBERRIES um E-Bikes handelt, sieht auch ein geschultes Auge erst auf den zweiten Blick. Zunächst sind nämlich weder Motor noch Akku zu erkennen. Der ist nämlich geschickt in den Aluminium-Rahmen integriert. Dadurch sehen die Ampler-E-Bikes wie gewöhnliche Fahrräder aus.
Während das Modell BILBERRY eher elegant, komfortabel und klassisch daherkommt, verkörpert das HAWK eine gewisse sportliche Aggressivität, Schnelligkeit und Wendigkeit. Das zeitlos schlichte Design beider E-Bikes macht sie zu modernen City Bikes, die ein breites Publikum ansprechen sollen. Besonders ein Solches, das Elektrofahrrädern bisher noch skeptisch gegenübersteht.
Die E-Bikes von Ampler sehen nicht nur besonders und modern aus - sie sind es auch. Durch eine Bluetooth-Schnittstelle ist es möglich, mit einer App Smartphone und E-Bike zu verknüpfen. Neben Basic-Informationen wie Batteriestand und Reichweite lässt sich damit auch das eigene Fahrverhalten individuell steuern und überwachen. So liefert die App einen Überblick darüber, welche Routen man gefahren ist. Außerdem ist es möglich, die Motorunterstützung, die Geschwindigkeitsbegrenzung und individuelle Tritt- und Fahrleistung anzupassen. Dadurch soll der Radfahrer ein natürlicheres Fahrgefühl erhalten, das von dem auf einem herkömmlichen Fahrrad kaum noch zu unterscheiden sein soll.
Schon bei Freygeist hat das Crowdfunding gut funktioniert. Wenn Ampler seine Ideen umsetzen kann, dann macht das Lust auf mehr!