
Einer für alle: Das ist der Rubbee. Ein Elektroantrieb, kaum größer als eine Milchpackung, aus Alu, mit schicken Ledertragegriff. Montiert wird er an der Sattelstange und eine Reiberolle treibt das Hinterrad an. Und zwar jedes Hinterrad. Hauptsache, es liegt zwischen 19 und 26 Zoll. Egal ob Klapp- oder Stadtfahrrad, Mountain- oder Trekkingbike.
Wer Mitte des letzten Jahrhunderts noch jung war, den erinnert diese Idee vielleicht an das Velosolex, ein französisches Mofa des letzten Jahrhunderts, das auch über eine Reiberolle ans Fahren kam. Produziert wurde es zwischen den 1940er und 80er Jahren, heute wird nur noch in einigen Ländern in Lizenz hergestellt. Der Unterschied zwischen damals und heute: Damals war es noch das Vorderrad und der Motor wurde nicht wie heute mit Strom, sondern mit Benzin betankt.
Die Idee stammt von einem jungen Entwicklerteam aus Litauen, das diese Idee in einem britischen Unternehmen entwickelt und über die Crowdfundigplattform "Kickstarter" finanziert hat. 63.000 Britische Pfund wurden bis November 2013 benötigt, damit das Projekt an den Start gehen konnte. Inzwischen, keine drei Jahre später, gibt es bereits eine Galerie mit vielen der stolzen Rubbee-Nutzer und eine sehr lange Namensliste der wichtigsten Unterstützer.
Das Überzeugendste am Rubbee ist, dass er immer und überall einsetzbar ist. Das Gehäuse ist schmutz- und wasserabweisend, dank eigener Federung kann er auch bei gefederten Bikes eingesetzt werden und der Schnellverschluss erspart langwierige Montagearbeiten. Außerdem ist er mit 6,5 Kilogramm ein echtes Leichtgewicht. Und um dem Kunden auch noch eine weitere Sorge abzunehmen, verfügt der Rubbee sogar über eine kleine LED-Leuchte, die das Rücklicht ersetzt, das möglicherweise verdeckt wird. Die Idee, dass jeder binnen Sekunden aus einem Fahrrad ein E-Bike machen kann, ist also aufgegangen. Einzige Ausnahme: Man darf kein Fahrrad mit Gepäckträger haben und das Schutzblech sollte abzumontieren sein. Diesen Platz benötigt der Elektroantrieb nämlich.
Trotzdem darf man keinen volladäquaten Pedelecersatz erwarten. Der Rubbee rollt auch weiter, wenn nicht getreten wird, da der Motor unabhängig vom Fahren funktioniert. Mit den obligatorischen 250 Watt können auch mit dem Rubbee bis zu 25 km/h erreicht werden, allerdings nicht über einen so langen Zeitraum wie mit einem normalen E-Bike oder Pedelec. Die Reichweite liegt bei maximal 40 km, fährt man konstant 25 km/h, werden daraus auch schnell 20-30 Kilometer. Dafür ist er innerhalb von 4 Stunden wieder aufgeladen. Wer sich also auch gerne mal spontan morgens entscheiden möchte, etwas entspannter zur Arbeit zu fahren, für den ist Rubbee genau das Richtige.
Grundsätzlich beruht die Idee des Rubbee auf der One-Piece-Philosphie: Ein Gerät und das wars. Trotzdem sind zusätzliche Kabel erhältlich, mit denen es z.B. möglich ist, den Antrieb mit einem Schalter am Lenker zu verbinden. Und selbstverständlich hat auch Rubbee eine App für Android und iOS entwickelt, mit der Ladezustand, Reichweite etc. überwacht werden können.
Momentan ist bei Rubbee noch Season Sale, weshalb das Gerät direkt über den Hersteller für 690 Euro zu haben ist. Ansonsten muss man mit ca. 850 Euro rechnen.
Hier geht es direkt zum Online-Shop von Rubbee.
Weitere Infos zum Thema Umrüstung oder Umbau finden Sie in unserem E-Bike Ratgeber für Nachrüstung und Umbau
Hier gibts ein Video zu Rubbee
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