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DER SOMMER BRINGT BEWEGUNG

Last Mile Mobility
04.03.2019 - von Markus Gelau

..und zwar elektrisiert: Die Verordnung zur Legitimation von E-Scootern in Deutschland ist unterzeichnet und wird zum Sommer das Fahren mit Elektrokleinstfahrzeugen landesweit regeln.

Wer das Glück hat, viel zu reisen, wird sie bereits in europäischen Metropolen genossen haben: Die Elektroroller. Quasi überall (AUSSER in Deutschland) im europäischen Ausland stehen einem in Großstädten Elektroroller zur Verfügung. Völlig unkompliziert via Handy-App geortet und gesteuert, warten an der sprichwörtlichen nächsten Ecke meist in ordentlichen Reihen einige der bis zu 25km/h schnellen Scooter auf Einheimisch und Touristen.

In Metropolen wie Paris, in denen längst nur noch Auto fährt, wer MUSS (und dann ab einer bestimmten Uhrzeit sowieso im Stau steht), fährt man mit der Metro in die Stadt, steigt dort auf einen Elektro-Roller und cruised zusammen auf eigens abgetrennten Rad- und Rollerwegen die Seine ab. Für einen Café au Lait mit Croissant pausiert man das Leihfahrzeug via App, parkt es vor dem Café, um danach wieder drauf zu steigen.

Leise sind die, schnell, absolut flexibel und wer schon einmal drauf stand - in Lissabon, Prag oder Paris... erinnert sich garantiert noch an den Spaß und die lächelnden Gesichter aller Mitfahrer.

Deutschen Städten war der Elektro-Scooter bisher versagt. Der ehemalige Innovationsmeister Deutschland hinkt auch hier bisher hinterher. Da beschäftigt sich die Politik eher und traditionsbewusst mit VERBOTEN, statt funktionierende, großartige Alternativen anzuschieben.

Dem deutschen Autofahrer wird hierzulande lieber verboten, mit seinem alten Diesel in die Innenstadt zu fahren, statt einfach sukzessive umwelt- und lebensfreundliche Alternativen für die "Letzte Meile" zum Büro und Arbeitsplatz zu etablieren.

Nun hat die deutsche Gesetzgebung es immerhin geschafft, den Weg für Elektro-Scooter frei zu machen. Durch Sharing-Dienste, wie wir sie bereits vom Auto oder Fahrrad kennen, muss man elektrisch betriebene Kleinstfahrzeuge nicht besitzen, sondern wird sie ab Frühsommer an Straßenecken in fast jeder größeren Stadt ausleihen können. Die Vorteile liegen auf der Hand - es gibt allerdings auch ein paar Dinge zu bedenken bei Stadtbild und Sicherheit.

Fast fünf Jahre brauchte es, bis eine Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in Deutschland entwickelt und dieser Tage endlich von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unterzeichnet werden konnte. Während in Wien, Paris, London und anderen Metropolen die Roller im Stadtbild schon lange angekommen sind, überlegte man hier noch, ob Helmpflicht, Lenkstange, Versicherungskennzeichen oder Führerscheinpflicht angemessene Vorschriften für elektrisch betriebene Roller und Skateboards sind.

Hinter den Kulissen tobt indes schon der Kampf zukünftiger Anbieter um die Vorherrschaft auf dem deutschen Markt. Branchenkenner erwarten, dass es mit Inkrafttreten der Verordnung einen Anbietersturm auf die zehn größten deutschen Städte geben wird. Deutschland gilt als der wichtigste und größte Markt in Europa; es geht potenziell um mehrere Milliarden Euro. Das zeigt auch der Boom in den USA. Die zwei amerikanischen Startups Lime und Bird gelten als Marktführer und sind nach ihrer Gründung im Jahr 2017 schon mehr als zwei Milliarden Euro wert.

Verbraucher können sich dank der vielen verschiedenen Anbieter auf konstante Mietpreise und eine hohe Servicequalität freuen.

Die Startups sind sich weitestgehend einig, dass sie Ihre Gunst nicht über Preiskämpfe gewinnen, sondern über das beste Angebot. Dazu gehört, Ihnen den E-Scooter dort anzubieten, wo Sie ihn jeden Tag aufs Neue brauchen – an Bahnhöfen, am Supermarkt oder vielleicht sogar vor der Haustür.

In Europa achten die Anbieter bislang penibel darauf, dass ihre Elektro-Tretroller jeden Abend eingesammelt, gewartet, aufgeladen und wieder zurück auf die Straße gebracht werden. Von Chaos – das können Europareisende bestätigen – ist in außerdeutschen Metropolen keine Spur. Im Gegenteil: Die Organisation der Anbieter ist eher beeindruckend. So sollen laut Politik nur Akteure, die zuverlässig sind, ihre Geräte regelmäßig warten und ihre Nutzer ausreichend über Sicherheit und Regeln informieren, Marktzugang zu deutschen Städten erhalten.

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