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Ist das Budnitz Model E das leichteste E-Bike der Welt?

E-Bike & Pedelec
11.11.2016 - von Julia Brinker
Bild: Budnitz Bicycles

Das leichteste E-Bike der Welt - mit Schlagzeilen dieser Art ist einem die Aufmerksamkeit gewiss. Gleichtzeitlig riskiert man aber auch, dass jemand sich die Mühe macht, eine solche Behauptung auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

So ist es bereits mit dem Budnitz Model-E geschehen. Laut Herstellerangaben soll es nämlich kein leichteres  E-Bike geben, als das mit wartungsfreiem Riemenantrieb und aus rostfreiem Titanium aus dem kanadischen Vermont.

The world's best

Budnitz Bicycles baut ausschließlich Fahrräder aus Titanium, die vom Hersteller selbst als the world’s best bezeichnet werden. Sechs Bikes zählen derzeit zum Sortiment von Budnitz. Darunter befinden sich zwei Stadträder, ein Fatbike, zwei Tourenräder und eben ein E-Bike, das Model E. Optisch ähneln sich aber alle Räder aufgrund der eleganten und leicht geschwungenen Linienführung des Rahmens.

Antrieb komplett versteckt

Und selbst das E-Bike ähnelt seinem unmotorisierten Kollegen ungewöhnlich stark. Das liegt daran, dass der Antrieb samt Akku komplett im Hinterrad versteckt liegt. Trotzdem weißt der Akku immer noch 160 kWh auf, was laut Herstellerangaben für 100 km reichen soll. Das glauben wir allerdings nicht. Mit Glück schafft man die Hälfte davon, also 50 km. 

Nicht ganz richtig

Doch nun zurück zum Gewicht des Model E, durch das es sich ja eigentlich von der gesamten und weltweiten Konkurrenz abheben soll. 13 kg wiegt das gute Stück. Und als wir das gehört haben, wurden wir erstmal stutzig. Ein paar Klicks weiter und schnell war klar: Es gibt noch einen anderen Hersteller, der eines seiner E-Bikes mit dem Attribut "am leichtesten" anwirbt. Und leider ist Budnitz auf einmal abgehängt. Allerdings: Das E-Bike, von dem nun die Rede ist, wird erst ab Februar 2017 erhältlich sein. Vielleicht überdenkt Budnitz seine Strategie bis dahin nochmal.

Trotz Kette leichter

Denn das wirklich leichteste E-Bike der Welt (unseren Nachforschungen zufolge jedenfalls) ist das Vivax Passione CF. Es handelt sich dabei um ein Rennrad mit einem Carbonrahmen, das mit einer Shimano Ultegra sogar noch mit einer richtigen Kette ausgestattet ist. Alles zusammen wiegt das Vivax nur 10,9 kg. Hinzu kommt noch, dass nicht nur das Fahrrad an sich leichter ist, es ist auch für einen leichteren Geldbeutel geeignet. Mit rund 5.500 Euro wird dafür zwar immer noch ein Spitzenpreis verlangt, trotzdem ist das noch nichts gegen die 7.000 Euro, die Budnitz für sein Titanium-Bike verlangt. Günstiger wird es nur, wenn man sich beim Material einschränkt und auf Stahl ausweicht, dann werden „nur“ noch etwa 4.000 Euro fällig. Damit dürfte die Leichtigkeit aber endgültig kein Thema mehr sein. Der Hersteller hält sich darüber auch äußerst bedeckt- über das Gewicht des Stahlbikes war leider nichts herauszufinden. 

Das Design reißt es wieder raus

Was das Kanadische Bike allerdings eindeutig rehabilitiert, ist das Design, denn hier gewinnt es eindeutig im Gegensatz zum Vivax. Hinzu kommt die Tatsache, dass es sich beim Budnitz ein einfaches Stadtrad handelt, das mit Gepäckträger und zahlreichen anderen praktischen Extras zu einem alltagstauglichen Begleiter wird.

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