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LITHIUM ZU LITHIUM, MANGAN ZU MANGAN

Technologie
22.02.2019 - von Markus Gelau

Der Volkswagen Konzern möchte nach eigener Aussage künftig E-Mobilität für alle bieten – und dabei die "Gesamtverantwortung" übernehmen: Vom Konzept für E-Fahrzeuge über Produktion, Vertrieb und Betrieb bis hin zum Recycling. Dafür baut die Volkswagen Konzern Komponente in Salzgitter gerade eine eigene Pilotanlage für Batterie-Recycling auf.

Was bei diversen getürkten Abgas-Studien und Manipulationen bisher nicht so ganz geklappt hat, möchte VW in Sachen E-Mobilität offensichtlich von Anfang an besser machen: TRANSPARENZ ist das Motto. Und offenbar echte Nachhaltigkeit.

Die größte Kritik vieler (Wut-)Bürger der E-Mobilität gegenüber ist aktuell das Thema "Lithium" & Co. Hier ist Kritik durchaus angebracht, ist der Abbau doch äußert zweifelhaft.

Ebenso muss jedoch bemerkt werden, dass in den Batterien von E-Autos verschwindend wenig Lithium enthalten ist. Und dass wir oft bemerken, dass sich gerade jetzt Mitmenschen mit vordergründig nett gemeinter Kritik hervortun, die bisher nicht gerade durch besondere ökologische Verantwortung aufgefallen sind. Wie der Treibstoff ihrer Verbrenner seit 100 Jahren gefördert wird. Unter welchen unsäglichen Umweltschäden, aber auch geopolitischen Opfern - ist offensichtlich kaum relevant.

Da viel (Halb-)Wissen darüberhinaus meist einseitigen Youtube-Dokus entstammt, sind sich wohl auch so Einige nicht darüber im Klaren, dass ihre Kritik recht einseitig ist und ihr neu entdecktes ökologisches Gewissen nicht recht glaubwürdig.

Denn Lithium wird für weit mehr Produkte gebraucht, als die meisten wissen. Aber es ist ja leicht den Rohstoff nur in Verbindung mit dem Elektroauto zu bringen. Da kann man dann Dampf ablassen in Facebook-Kommentarspalten und wenn man weiß, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur...

Schmierstoffe, auch und insbesondere für JEDES Fahrzeug mit Verbrennungsmotor enthalten Lithium. Jede Klimaanlage, auch die in einem Fahrzeug, enthält Lithium, Jedes Glas, in Fensterscheiben, im Auto, das Trinkglas etc enthält Lithium. Und auch der viele Kunststoff, den wir alle täglich benutzen, enthält Lithium. Und nicht zu vergessen, das Laptop, der PC, das Smartphone, das Tablet mit dem Sie hier diesen Beitrag lesen hat Lithium als verbauten Rohstoff im Glas, im Akku, in verbauten Legierungen der Technik. In rund 100 weiteren Anwendungen wird Lithium verwendet. Sicherlich haben alle fleißigen E-Mobilitäts-Kritiker alle diese Dinge längst aus ihrem Leben verbannt, oder? :-)

Zurück zum Anfang: Der Volkswagen-Konzern baut nun in Salzgitter mit dem „Center of Excellence“ für Batterien eine Pilotanlage zur Batteriezellenfertigung. Bereits ab 2020 können hier Batterien recycelt werden – zunächst 1.200 Tonnen pro Jahr. Das entspricht 3.000 Fahrzeugbatterien. Eine weitere Kapazitätserhöhung für die Jahre danach ist angedacht. Ohnehin wird es aber erst ab Ende der 2020er Jahre zu größeren Mengen an Batterie-Rückläufern kommen. Denn erst dann hat ein erster großer Teil der E-Fahrzeuge (ausgeliefert ab 2020 in größeren Stückzahlen) seine Nutzungsdauer erreicht.

Was passiert beim Recyceln von Batterien?

Was passiert nun beim Batterien-Recycling? Zunächst werden die Rückläufer nach speziell festgelegten Prüfkriterien analysiert. Danach gibt es zwei Wege: Entweder wird die Batterie einem sogenannten „zweiten Leben“ zugeführt oder sie wird recycelt.

Ein zweites Leben können Batterien unter anderem als Bestandteil von flexiblen Ladesäulen führen. Das sind Schnellladesäulen, deren Betrieb entweder autark, etwa bei Festivals oder Großveranstaltungen, den Besuchern zur Verfügung stehen. Sie arbeiten nach dem Prinzip einer Power-Bank, wie sie jeder vom Handy kennt. Alternativ sind die Schnellladesäulen mit Stromanschlüssen versehen und versorgen so entlang von Autobahnen und Bundesfernstraßen E-Fahrer beim schnellen Nachladen auf langen Strecken. Für alle diese Anwendungen sind Batterien in einem „zweiten Leben“ bestens geeignet.

Wird die Batterie nicht einem zweiten Leben zugeführt, dann recyceln die Mitarbeiter in Salzgitter sie künftig. Dazu werden die einzelnen Bestandteile zunächst geschreddert, anschließend das Material getrocknet und gesiebt. So gewinnen die Mitarbeiter der Konzern Komponente das sogenannte „schwarze Pulver“. In ihm sind die wertvollen Rohstoffe – Nickel, Mangan, Kobalt und Lithium – enthalten. Diese müssen dann nur noch einzeln getrennt werden. Danach stehen sie für die Produktion neuer Batterien sofort wieder zur Verfügung.

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